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Michael North: Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere, C.H. Beck, 340 S., gebunden, 19,95 €

Der Historiker Michael North ist seit 1995 als Professor für allgemeine Geschichte an der Universität Greifswald tätig und gilt insbesondere als Spezialist für die Geschichte des Ostseeraums. Er machte sich u.a. als Sprecher internationaler Forschungsprojekte zur Ostsee einen Namen, so u.a. mit den Universitäten in Lund (Schweden) sowie Tartu (Estland). Neben zahlreichen fachwissenschaftlichen Veröffentlichungen hat er auch mehrere im Verlag C.H. Beck erschienene populärwissenschaftliche Bücher verfasst, darunter eine Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns (2008) und eine Geschichte der Ostsee (2011). Als sein jüngstes Werk erschien ebenfalls bei C.H. Beck eine Weltgeschichte der Meere unter dem Titel Zwischen Hafen und Horizont.

Chronologisch reicht die von Michael North vorgelegte maritime Weltgeschichte von den phönizischen und griechischen Seefahrern der Antike über die allmähliche Erschließung der Ozeane in Mittelalter und früher Neuzeit bis zu aktuellen Entwicklungen des Ostseehandels und den Flüchtlingsströmen über das Mittelmeer. Im Fokus hat der Autor dabei insbesondere die Bedeutung der Weltmeere als Handelsraum, aber auch die dadurch angeregten politischen Auseinandersetzungen sowie wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen bis hin zum identitätsstiftenden Kulturtransfer. In gleichermaßen fundierten wie allgemein verständlichen und unterhaltsamen Kapiteln beschäftigt er sich u.a. mit der Rolle der Wikinger im Nord- und Ostseeraum und mit den den Handelswegen der Hanse, aber auch mit den schillernden Figuren großer Seefahrer wie etwa dem arabischen Entdecker und Kartographen Ibn Battuta oder dem Weltreisenden Adalbert von Chamisso.