Go to Top

Marcel Schwob: Manapouri. Reise nach Samoa 1901/1902. Mit Briefen von Robert Louis Stevenson und Marcel Schwobs Essay über ihn. Herausgegeben, aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Gernot Krämer, Elfenbein Verlag, 216 S., gebunden, 22 €

Der französische Schriftsteller Marcel Schwob war in den 1890er Jahren einer der viel beachteten jungen Autoren und gern gesehener Gast in den modernen literarischen Zirkeln von Paris. Zu seinen literarischen Vorbildern gehörte Robert Louis Stevenson, dessen Schatzinsel ihn als Jugendlicher stark beeindruckt hatte und mit dem er seit 1888 im Briefwechsel stand. Stevenson selbst war nach mehreren Südseereisen 1890 nach Samoa übergesiedelt, wo er 1894 starb. Seit derselben Zeit litt Schwob in Paris an einer schmerzhaften, niemals wirklich diagnostizierten Krankheit. Nach mehreren erfolglosen Operationen und Kuren schiffte er sich – dem Rat seiner Ärzte und dem Vorbild Stevensons folgend – seinerseits in Richtung Südsee ein und gelangte mit seinem chinesischen Pfleger über das Rote Meer, Ceylon und Australien bis nach Samoa. Der bereits mit mehreren Schwob-Editionen hervorgetretene Elfenbein Verlag hat jetzt sein Reisetagebuch publiziert, ergänzt um Briefe von Stevenson und einem diesem gewidmeten Essay aus Schwobs Feder.