Go to Top

Joseph Incardona: One-Way-Ticket ins Paradies, Lenos Verlag, 310 S., gebunden, 22 €

Der franko-Schweizer Autor Joseph Incardona gilt seit seinem erfolgreichen Debüt Asphaltdschungel als Meister des sogenannten „Roman noir“, der vor allem in der französischsprachigen Literatur Tradition hat, aber auch auf amerikanische Thriller und zahlreiche Krimis aus Schweden abfärbt. Im Mittelpunkt seines neuen Opus steht die Familie eines Schweizer Bankers – Mann, Hausfrau und zwei Kinder – und eine Insel irgendwo im Indischen Ozean, die durch ein verlockendes Urlaubsangebot per Email in den Blick der Mutter gerät. Schon bei der Ankunft wird der Familie klar, dass es sich bei dieser Insel eher nicht um das erwartete idyllische Ferienressort à la Malediven handelt, sondern vielmehr um einen abseitigen Ort, an dem höchst eigene Regeln gelten und es ziemlich unheimlich vorgeht. Während die Kräfte und Interessen, die die Geschicke auf der Insel lenken, weitgehend im Dunkeln bleiben, erhärtet sich doch immer mehr der Verdacht, dass es für dorthin verschlagene Reisende u.U. nicht einmal einen Rückweg gibt…