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Huw Lewis-Jones: Verrückt nach Karten, Theiss, 256 S., gebunden, 34 €

Der englische Historiker und Publizist Huw Lewis-Jones ist schon in der Vergangenheit als Herausgeber aufregender Sammelbände mit Bildmaterial realer und phantastischer Entdeckungsreisen hervorgetreten, zuletzt etwa mit dem im Sieveking Verlag erschienenen Kompendium Kosmos großer Entdecker. In seiner jüngsten auf Deutsch erschienenen Publikation hat es ihm vor allem das imaginäre Kartenmaterial angetan, das die Phantasie von Schriftstellern angeregt hat oder ihr unmittelbar entsprungen ist. Der von ihm herausgegebene, üppig illustrierte Band Verrückt nach Karten versammelt kartographische Fundstücke aus Atlanten und Schriftstellernachlässen vom Mittelalter bis zur Gegenwart sowie Essays zum Thema von ihm selbst und zwei Dutzend Ko-Autoren. Darunter finden sich u.a. eine auf Robbenhaut gemalte mythographische Karte des nordostsibirischen Volkes der Tschuktschen, R.L. Stevensons Karte seiner „Schatzinsel“ und schöne Beispiele aus dem fiktiven Kosmos von J.R.R. Tolkien.