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Henry Beston: Das Haus am Rand der Welt, mare, 223 S., Leinen im Schuber, 32 €

Wieder einmal ist es die sich südlich von Boston in den Atlantik erstreckende Halbinsel Cape Code, die mit ihrem Genius loci einen Klassiker der modernen amerikanischen Literatur inspiriert hat. Und wieder einmal ist es der mare-verlag, der einen solchen Klassiker im Rahmen seiner prachtvoll ausgestatteten Reihe in Erinnerung bringt und den interessierten Lesern in Leinen gebunden und im stabilen Schuber in die Hand gibt. Henry Beston begann seine schriftstellerische Tätigkeit als Kriegsreporter im Ersten Weltkrieg und Verfasser von Märchen. 1926 zog er sich – dem Vorbild Thoreaus folgend – für ein Jahr in ein selbstgebautes Holzhaus am Strand von Cape Code zurück. Aus seinen dort verfassten Notizen destillierte er das 1928 erschienene Buch The Outermost House, das sofort nach seinem Erscheinen durchschlagenden Erfolg hatte – an den der Autor im Übrigen niemals wieder anschließen konnte. Heute gilt Bestons Werk aufgrund seiner so präzisen wie feinsinnigen Naturbeschreibungen, die von der Beobachtung der Strandvögel über das angeschwemmte Treibgut bis zur jahreszeitlichen Metamorphose einzelner Gräser reichen, als Klassiker des sogenannten Nature Writing.