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Eimar O’Duffy, Esel im Klee, Kröner Verlag, 352 S., gebunden 22 €

Der 1931 erschienene, mit fast 90-jähriger Verspätung nunmehr auf Deutsch vorliegende Roman Esel im Klee von Eimar O’Duffy ist die Fortsetzung des Bandes King Goshawk und die Vögel, der bereits im letzten Jahr ebenfalls im Kröner Verlag herausgekommen ist. Wer den ersten Band (oder wenigstens unsere diesbezügliche Empfehlung) gelesen hat, weiß bereits um den via philosophischer Meditation ins Leben gerufenen halbgöttlichen Heros Cuanduine, der gegen das kapitalistische Weltreich des in New York residierenden King Goshawk zu Felde zieht. Nun wird es Zeit für die letzte Schlacht, auch wenn der schwächelnde Held es vorgezogen hätte, sich bis auf weiteres dem Liebesgenuss hinzugeben. Den Ausgang des Gemetzels verraten wir selbstverständlich nicht, aber immerhin soviel, als dass am Ende des Buches zwei Götter der Sonne beim Erlöschen zusehen und sich dabei an ein „seltsames Wesen namens Mensch“ erinnern, das vorzeiten auf der nahen Erde lebte und sich aus evolutionärer Perspektive als grandioser „Fehlschlag“ erwiesen hat.