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Dieter Richter: Die Insel Capri. Ein Portrait, Wagenbach, 224 S., kartoniert, 14,90 €

Dieter Richter, Jahrgang 1938, Germanist und Altphilologe sowie einer der besten deutschen Italienkenner, ist bereits mit mehreren kulturhistorischen Publikationen über Italien und den Mittelmeerraum hervorgetreten, so über Neapel, über den „Süden“ als metaphorisch aufgeladene „Himmelsrichtung“ und das Meer als „älteste Landschaft“. Sein neustes Buch aus dem Wagenbach-Verlag ist der Insel Capri und dem dazugehörigen Capri-Mythos gewidmet, der mit einer gewissen Berechtigung der moderne Insel-Mythos par excellence genannt werden könnte. Dabei beginnt dieser Mythos nicht erst mit der romantischen Entdeckung der „blauen Grotte“ und dem sich danach entwickelnden Tourismus der europäischen Aristokratie – schon der römische Kaiser Tiberius wählte das felsige Eiland im ersten Jahrhundert nach Christus zum Rückzugsort. Gleichermaßen quellen- und ortskundig zeichnet der Autor die diversen Facetten der Capri-Faszination von der Antike bis zur Gegenwart nach.