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Anne Siegel: Wo die Wilden Frauen wohnen. Islands starke Frauen und ihr Leben mit der Natur, Malik-Verlag, 254 Seiten, gebunden, 20 €

Das am arktischen Polarkreis gelegene Island hat nur gut 350.000 Einwohner, die indes allem Anschein nach überdurchschnittlich begabt und überhaupt irgendwie besonders sind. Der gute Teil von ihnen geht hierzulande eher seltenen Berufen nach, mit Vorliebe denen eines Dichters oder Fußballers, und vom Rest ist anzunehmen, dass er wenigstens als Leser oder Fußballfan tätig ist. Die in Köln lebende Journalistin Anne Siegel hat sich für ihr neues Buch nunmehr unter dem nicht weniger ambitionierten weiblichen Teil der Inselbevölkerung umgetan. Nach ihrem Roman Nordbräute und dem im letzten Jahr erschienenen Reykjavik Blues ist der dritte Band ihrer Island-Trilogie den ebenso „wilden“ wie modernen Powerfrauen der Insel gewidmet. Von der „Brauerin“ bis zur „Geothermalpionierin“ und von der „Seefrau“ bis zur „Schlafforscherin“ reicht das Spektrum der beeindruckenden Isländerinnen, die die Autorin persönlich getroffen und liebevoll porträtiert hat.