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Anna Stern: Wild wie die Wellen des Meeres, Salis, 320 S., Leinen, 24 €

Die junge Schweizer Autorin Anna Stern erhielt im letzten Jahr beim Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den 3sat-Preis. Ihr Roman Wild wie die Wellen des Meeres aus dem Züricher Salis Verlag spielt in den schottischen Highlands und auf der Schweizer Seite des Bodensees. Seine Helden sind zwei junge Liebende: die schwangere Ava Garcia, die sich entscheiden muss, ob sie ihr Kind behält und ihr Freund Paul Faber – das Thema, um das sich die Handlung dreht: ihre konfliktreiche Beziehung, die dazugehörigen psychischen Spannungsfelder sowie die Lebens- und Familiengeschichte der Heldin. Der Roman fesselt nicht nur dank der knappen und nüchternen, gleichwohl poetischen Sprache der Autorin, sondern überrascht zudem durch die Einbeziehung von Fotografien, Notizen und Bilddokumenten, die die Authentizitätsfiktion bestärken.