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Bücher

„Über Inseln läßt sich viel erzählen, und man findet leichter den Anfang als das Ende dabei“, notierte Ernst Jünger in einem seiner Reisetagebücher. Tatsächlich gehören Inseln von allem Anfang an zu den bevorzugten Projektionsflächen literarischer Phantasien und gesellschaftlicher Entwürfe. Beginnend mit einer vier Jahrtausende alten Erzählung aus dem Alten Ägypten über Homers Odyssee, Platons Atlantis, keltische und orientalische Seefahrermärchen sowie die Utopien und Robinsonaden der frühen Neuzeit faszinieren Inseln und Seefahrt bis in die Gegenwart immer von neuem Leser und Autoren. In unserer Buchhandlung bieten wir Ihnen circa zweitausend ausgesuchte Titel zu diesen Themen an – von Klassikern der Weltliteratur über Gegenwartsromane, Kinder- und Sachbücher, Lyrik und Philosophie, Reisebeschreibungen und Regionalia bis zu Insel- und Küstenkrimis. In unserer Veranstaltungsreihe „Nachlese“ informieren wir Sie zudem regelmäßig über Neuerscheinungen auf diesen Gebieten.

Unsere Buchempfehlungen

Feinkost ⋅ Wein

Schon auf einem altägyptischen Papyrus wird von einer wundersamen Insel berichtet, von wo der Erzähler „mit Myrrhen, Gewürzen, Ölen, Balsam, Kampfer und anderen Essenzen“ zurückkehrt. Odysseus bewundert auf seiner Reise die Obstgärten und Weinpflanzungen der Phäaken und seine Gefährten berauschen sich an der betörend süßen „Lotosfrucht“. Vom mythischen Atlantis heißt es bei Platon, dort gedeihe alles besonders prächtig, was „die Erde nur irgend an Wohlgerüchen nährt, sei es von Wurzeln, Kräutern, Hölzern, hervorquellenden Säften, Blumen oder Früchten“. Und tatsächlich bieten Inseln aufgrund ihres spezifischen Klimas und Bodens häufig besonders günstige Wachstumsbedingungen für erlesene Genussmittel. Wir haben in unserem „Bazar“ eine Auswahl davon zusammengetragen: von karibischem Rum über exotische Schokoladen, mediterrane Weine, Öle, Kräuter, Oliven und Pastinaden, Ceylon-Tee und Papua-Kaffee, Whisky von den schottischen Inseln und Island-Salz bis zu ausgewählten Rügen-Produkten.

Unsere Inselprodukte aus der ganzen Welt

Café ⋅ Bar

Wenn legendäre Inseln nicht gerade „einsam“ oder Fluchtorte dunkler Mächte sind, so zeichnen sich deren Bewohner neben Langlebigkeit, Gesundheit und Fabulierlust in der Regel durch große Gastfreundschaft aus. Ägyptische Schreiber attestieren sie dem Inselfürsten von Punt, Homer dem Phäakenkönig Alkinoos, der römische Geschichtsschreiber Plinius dem König von Taprobane und der walisische Barde Taliessin der auf der Insel Avalon wohnenden Fee Morgane. Der Seefahrer Sindbad zeigt sich nach sieben gefährlichen Inselreisen selbst als großzügiger Gastgeber, und die im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts auf den Südseeinseln angelandeten europäischen Seefahrer berichteten in märchenhaften Formeln von der Gastfreundschaft der Tahitianer. Nicht nur, um uns dieser schönen Tradition anzuschließen, sondern auch, um Ihnen etwas von der berühmten „Qual der Wahl“ abzunehmen, bieten wir an unserer Bar eine Auswahl unserer Inselimporte aus aller Welt zu günstigen Preisen zum Probieren an.

Wir feuen uns auf Sie!

Veranstaltungen

News

Angebot des Monats

Dezember Weine aus der Cantine Gulino in Fanusa bei Syrakus (Sizilien)

Weine aus der Cantine Gulino

Fanus 2015

Trockener Rotwein aus den Rebsorten Syrah (60 %) und Nero d‘Avola (40 %)

Flasche 0,75 l 11,20 €, Sonderpreis im Dezember: 9,99 €

im Ausschank:
0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
5,00 € | 10,00 € | 14,50 €

Pretiosa 2014

Halbtrockener Weißwein der Rebsorte Albanello

Flasche 0,75 l 17,50 €, Sonderpreis im Dezember: 15,99 €

im Ausschank:
0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
6,00 € | 12,00 € | 17,50 €

Drus 2012

Trockener Rotwein der Rebsorte Nero d‘Avola (100 %)

Flasche 0,75 l 19,90 €, Sonderpreis im Dezember: 17,99 €

im Ausschank:

0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
7,00 € | 14,00 € | 20,50 €

In einem alten Weingut in Fanusa bei Syrakus an der südöstlichen Küste Siziliens, das bereits im 17. Jahrhundert bewirtschaftet wurde, hat seit den 1990er Jahren der traditionelle Familienbetrieb der Cantine Gulino ihr Zuhause gefunden. Unter der Führung von Sebastiano Gulino konzentriert sich die Winzerei auf typisch sizilianische Trauben und Weinsorten, die teilweise eine bis in die Antike zurückreichende Tradition aufweisen und sich an die spezifischen geologischen und klimatischen Bedingungen der Insel Sizilien besonders angepasst haben. Die sandigen, kalkreichen, mit Humus bedeckten Böden landeinwärts der Mittelmeerküste sowie die geschützte Lage mit milden Wintern und heißen, wiewohl vom nahen Meer temperierten Sommern bieten für den Anbau dieser Sorten denkbar günstige Reifebedingungen. Die Lese findet je nach Traubensorte bereits im August oder September statt, deutlich früher als in den weiter nördlichen Weinbaugebieten Italiens.

Der trockene Rotwein der Marke Fanus, ein Cuvee aus der auf Sizilien beheimateten Nero d’Avola- und der weitverbreiteten Syrah-Traube, verdankt seinen Namen dem Herkunftsort Contrada de Fanusa und schlägt derart eine Brücke zwischen antikem und modernen sowie sizilianischem und internationalem Weinbau. Der kräftig rubinrote Wein mit violetten Reflexen überzeugt durch seine intensiven Noten von Rosen, Himbeeren und schwarzen Johannisbeeren sowie feinen Tannine.

Eine ausgesprochene Spezialität der Cantine ist der aus der autochthonen weißen Albanello-Traube gewonnene Pretiosa. Die lange vernachlässigte Traube, die der bekannte italienische Dichter und Filmregisseur Mario Soldati immerhin zum „Ass“ unter den Weinen gekürt hat, diente traditionell vor allem für einen regionaltypischen Süßwein. Der Pretiosa von Gulino kommt unterdessen als ein eleganter halbtrockener Weißwein mit reichen Aromen von exotischen Früchten wie Ananas und Banane daher, zu denen sich im Abgang Eindrücke von Vanille und Mandel gesellen.

Ein Highlight unter den Weinen aus der Cantine Gulino stellt schließlich der zwölf Monate lang in französischen Eichenholzfässern ausgebaute Nero d’Avola der Marke Drus mit seiner Fülle von Fruchtaromen dar, die sich beim Abgang spektakulär entfalten. Der Name Drus leitet sich aus dem griechischen Wort für „Eiche“ her und ist nicht nur als Hinweis auf den Barrique-Ausbau zu verstehen, sondern auch darauf, dass die Kultur der „schwarzen“ Traube von Avola auf Sizilien vermutlich bis in die griechische Antike zurückreicht. Neben Noten schwarzer Früchte wie Kirsche, Brombeere und Pflaume besticht der tief dunkelrote Drus mit Anklängen an mediterrane Kräuter und bittere Schokolade und ist zweifellos auch ein gediegener Begleiter für den weihnachtlichen Gänsebraten.

August Montesicci Isola dei Nuraghi IGT 2014

Trockener Weißwein aus den Trauben Vermentino 75%, Malvasia 15% und Nasco 10%
Herkunft: Winzerei Dolianova, Sardinien
Flasche 0,75 l 9,80 €, Sonderpreis im August: 8,88 €
im Ausschank:
0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
4,50 € | 9,00 € | 13,00 €
Neben der bis in die Antike zurückreichenden Winzertradition zeichnen sich sardische Weine durch die autochthonen Rebsorten und einen daraus resultierenden spezifischen Charakter aus. Die dafür übliche Herkunftsbezeichnung Isola die Nuraghi („Insel der Nuraghen“) spielt auf die landestypischen antiken Steintürme aus der Epoche der Nuraghenkultur (um 1600 bis 700 v. Chr.) an, von denen sich circa 7.000 bis heute mehr oder weniger vollständig auf Sardinien erhalten haben. Die Herkunft und Bedeutung des Begriffs Nuraghi ist umstritten, ebenso der Zweck der prähistorischen Turmbauten, die zumeist kultisch, aber auch als Bestandteile von Burganlagen und Grabstätten gedeutet werden.
Zu den wichtigsten und bekanntesten Anbaugebieten traditioneller Rebsorten Sardiniens gehören die Hügel des Parteolla unweit von Cagliari im Südosten der Insel. In der zwanzig Kilometer nordwestlich von Cagliari gelegenen Gemeinde Dolianova wurde 1949 von einer Gruppe renommierter Winzer die Cantina Sociale di Dolianova gegründet, die sich seither der Erzeugung traditioneller Weine aus autochthonen Rebsorten widmet. Die Weine von Dolianova wurden in den letzten Jahren mehrfach prämiert. Der rote Dolia Monica steht seit der Eröffnung von Dahlmanns Bazar auf der Karte unserer offenen Weine und wird von unseren Kunden für seinen ursprünglichen Charakter mit fruchtigen Geschmacksnoten geschätzt. Als Wein des Monats August bieten wir den aus derselben Winzerei kommenden Montesicci („Trockener Berg“) an, ein Cuvee aus Vermentino-, Malvasia und Nascotrauben. Der trockene Weißwein von strohgelber bis grasgrüner Farbe überzeugt durch seine mineralische Frische und reichhaltige Fruchtnoten. Er passt – kühl serviert – ebenso als Aperitif wie als Begleiter zu gegrilltem Fisch und Meeresfrüchten.
Nicht nur wegen der Herkunftsbezeichnung, sondern vor allem mit Blick auf die verwendeten Rebsorten kann der Montesicco Isola dei Nuraghi als ein „Inselwein“ par excellence bezeichnet werden: Während die heute vor allem auf Sardinien und Korsika verbreitete Vermentino-Traube ihre Heimat auf der iberischen Halbinsel und auf Madeira hat, wurde die verwandte Malvasia seit der Antike insbesondere auf Kreta und dem Peloponnes kultiviert. Die Rebsorte Nasco schließlich gehört zu den autochthonen Trauben Sardiniens. Gemeinsam verkörpern die drei Rebsorten und der Erfahrungsschatz der sardischen Winzer gleichsam eine „Quintessenz“ der traditionsreichen und seit der Antike ungebrochenen mediterranen Weinbaukultur.

Juli Contini Niederra 2015


Contini Niederra 2015
trockener Roséwein, 90% Niederra, 10% weitere autochthone Rebsorten
Herkunft: Winzerei Contini |Sardinien
Flasche 0,75 l 9,80 €, Sonderpreis im Juni: 8,88 €
im Ausschank:
0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
4,50 € | 9,00 € | 13,00 €
Sardinien gehört zu jenen Mittelmeerregionen, wo der Weinbau eine besonders reiche, bis in die Antike zurück reichende Tradition hat. Spektakulär ist neben der jahrhundertelangen Weinkultur insbesondere die Palette autochthoner Rebsorten von Cannonou über Monica und Vernaccia di Oristano bis zu der lange vernachlässigten Niederra-Traube. Diese rote Traube – das sardische Wort Niederra heißt wörtlich „schwarz“ – hat sich insbesondere auf Weingütern der Tirso-Ebene erhalten und erlebte in jüngster Zeit eine regelrechte Wiedergeburt. Die reichen und kalkhaltigen, aus Flusskies, Ton und Lehm bestehenden Flussuferböden nahe der Mündung des Tirso bieten für ihren Anbau ideale Voraussetzungen, ebenso das von milden Wintern und heißen, sonnigen, häufig stürmischen Sommern geprägte Klima an der Westküste Sardiniens. Die Traube des Niederra eignet sich nicht nur für die Erzeugung gehaltvoller, robuster Rotweine geeignet, sondern liefert ebenso hochwertige Roséweine, wobei der von den roten Schalen getrennte Most nach Art eines trockenen Weißweins weiter vergoren und ausgebaut wird.
Die sardische Winzerei Contini – 1898 von Salvatore Contini gegründet und unterdessen seit vier Generationen in Familienbesitz – fühlt sich der sardischen Winzertradition und der Kultivierung traditioneller Traubensorten verpflichtet. Die dazugehörigen Weingüter befinden sich in der Tirso-Ebene und auf der nahe der Mündung des Tirso gelegenen Sinis-Halbinsel. Für den mehrfach preisgekrönten Contini Niederra-Rosé werden zu 90 % Trauben des Niederra und zu 10 % andere autochthone Rebsorten verwendet. Neben der satten rosa Farbe und seiner Weichheit und Geschmeidigkeit besticht er durch reichhaltige Aromen von Himbeeren, Kirschen, Melone, Johannisbeeren, Brombeeren und Mandeln sowie die für sardische Weine charakteristische mineralische Frische. Kalt serviert passt er hervorragend zu Antipasti, Fisch- und Gemüsesuppen sowie gegrilltem Fisch, aber auch einfach so zu einem sonnigen Sommernachmittag.

Juni Mirambelo 2011


Mirambelo 2011
trockener Rotwein, Cuvée aus den autochthonen Rebsorten
Kotsifali und Mandilaria
Herkunft: Winzerei Mediterra |Kreta
Flasche 0,75 l 12,50 €, Sonderpreis im Juni: 11,25 € im Ausschank:
0,25 l | 0,50 l | 0,75 l
5,50 € | 11,00 € | 16,00 €

Die Insel Kreta wird von mehreren bis zu 2.500 Meter hohen Bergrücken in eine nördliche und eine südliche Seite geteilt. In den nördlichen Bergtälern befinden sich zählreiche Weinbaugebiete, denen die Berge der Umgebung gleichsam als natürliche klimatische Schutzschilde vor den heißen Südwinden dienen. Die Kombination von langer Sonneneinstrahlung sowie Berg- und Seeklima ermöglicht trotz der südlichen Lage und der geringen Niederschlagsmengen im Sommer eine langsame Reifung der Trauben. Gerade die in gut 400 Meter Höhe gelegene traditionelle Anbauregion Peza in der Präfektur Heraklion verfügt dank der kalk- und tonhaltigen Lehmböden über alle Voraussetzungen für die Herstellung qualitätsvoller und ausbalancierter Weine.
In der dortigen Gemeinde Kounavi, deren Ortsname sich von der griechischen Bezeichnung für Weinkeller herleitet, befindet sich seit 1973 die Winzerei Mediterra mit dazugehörigen Weingütern in der Umgebung. Die Philosophie der bei internationalen Wettbewerben unterdessen mehrfach ausgezeichneten Winzer zielt auf die Verbindung von einheimischer Tradition einschließlich Verwendung autochthoner Rebsorten mit höchsten internationalen Standards. Der aus den Rebsorten Kotsifali und Mandilaria komponierte, leuchtend rubinrote Mirambelos (deutsch „blütenduftender Weinberg“), ein preisgekrönter Klassiker der Winzerei, zählt mit seinen Aromen von roten Früchten, Tabak, schwarzem Pfeffer, Schokolade und Zedernholz zu den außergewöhnlichen griechischen Rotweinen. Er reift ein Jahr in Eichenholzfässern und passt ausgezeichnet zu Fasan, Rebhuhn, Wild und herzhaftem Käse.

Mai Quibia 2014

Quibia 2014
trockener Weißwein, Cuvée aus den Rebsorten Prensal und Callet (je 50%)
Herkunft: Bodega Anima Negra, Terra de Falanis, Mallorca
Flasche 0,75 l 14,80 €, Sonderpreis im Mai: 13,33 €, im Ausschank: 0,25 l 6,00 €

Ein ausgewogener, strohgelber Weißwein mit floralen, mineralischen, Frucht-, Zitrus- und Meeresnoten, passend zu Gerichten mit Fisch und Meeresfrüchten, gekeltert zu aus den lokalen Rebsorten Prensal (weiß) und Callet (rosa) in der unterdessen legendären mallorquinischen Bodega Anima Negra.

Die Bedrohung der Weingüter auf dem europäischen Festland durch regelmäßige Reblausplagen hat den mallorquinischen Winzern in den letzten 200 Jahren einen Standortvorteil verschafft, den sie zunächst quantitativ, in wachsendem Maße aber auch qualitativ für sich zu nutzen verstanden. Gerade junge und experimentierfreudige Winzer, wie sie in den letzten Jahrzehnten auf den Plan getreten sind, finden auf Mallorca Spielräume zur Demonstration ihres Könnens. Das Winzerduo der seit 1994 bestehenden Bodega Ánima Negra in der Nähe von Felanitx („Falanis“) im Südosten von Mallorca liefert hierfür mit seinen Spitzenweinen regelmäßig Paradebeispiele ab. Die Philosophie der gebürtigen Mallorquiner zielt darauf ab, lokale Identität mit individuellem Charakter und besonders ausbalancierten Aromen zu verbinden. Insbesondere der (ebenfalls in unserem Geschäft erhältliche) Rotwein Án 2 genießt unterdessen schon seit fast zwei Jahrzehnten weit über Mallorca hinaus Kultstatus. Die Winzerei befindet sich auf dem alten WeingutPossessio Son Burguera, wo schon seit dem Hochmittelalter ununterbrochen Wein für den örtlichen Gebrauch angebaut und gekeltert wird. Die in kleinen Kisten schonend handverlesenen Trauben für den jährlich neu kreierten Quibia stammen jeweils zur Hälfte aus den beiden auf Mallorca einheimischen Rebsorten Prensal und Callet, wobei gerade die rötliche Callet-Traube aufgrund ihrer unregelmäßigen Reife und Anfälligkeit als schwierig gilt – eine Herausforderung, wie sie den Winzern mit der „schwarzen Seele“ (Ánima negra) gerade recht ist. Mit dem Begriff Quibia bezeichnen sie nicht nur ihren einzigen Weißwein, sondern auch die von ihnen im traditionsreichen Ambiente des alten mallorquinischen Weingutes geschaffene alternative Lebenswelt.

Zitat des Monats next prev

  • Das reine Blau beginnt erst auf halbem Weg zwischen Kalabrien und Korfu. (…) Was über die Meilen blauen Wassers hinweg auf dich zuschwebt, ist weniger eine Landschaft als ein Klima. In das Griechenland trittst du ein wie in einen dunklen Kristall; die Konturen der Dinge werden unregelmäßig, die Linien brechen. Inseln lösen sich in Luftspiegelungen auf. Überall täuscht dich der zitternde Schleier der Atmosphäre. In anderen Ländern kannst du Gewohnheiten, Gebräuche und Landschaften entdecken; Griechenland macht es dir schwerer - hier hast du dich selbst zu entdecken.

    Lawrence Durrell, Prospero's Cell (Juni 2016)

  • Hier haben sie eine kleine Insel, die der Meeresgrund meiner Seele ins Freie heraufgetrieben: möge sie, da sie keine Gewürzinsel ist, für Sie doch mehr Blumen als Schaalthiere haben. Mit einem Autor wohnt der Leser auf einem südlichen Eiland der Phantasie so zusammen wie mit Freitag Robinson auf seinem. […]

    Jean Paul an Theodor Christian Ellrodt, 18. November 1795 (Mai 2016)